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Reitwelt.info - Alles rund ums Pferd - Online Magazin von und für Pferdefreunde


Headshaking ist heilbar

von (DR. CHRISTINA IRIS VANSTRAELEN)

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Wer hat nicht schon davon gehört? Der Anstieg der Headshaking oder Trigeminus Neuralgie bei Pferden aller Rassen und Disziplinen ist erschreckend.
Endlich macht es die Runde, dass diese Tiere nicht widersetzlich sind, sondern tatsächlich unter einer Erkrankung leiden, genauso wie der leidende Mensch. Man vergleiche es mit entsetzlich starken Kopfschmerzen, die den gesamten Körpermechanismus beeinträchtigen und teilweise “lähmen”. Viele Menschen mit dieser Erkrankung wählen den Selbstmord, das sollte aussagekräftig genug sein, wie stark unsere Pferde leiden.

In Bezug auf Ursachen stehen Tierärzte und Tierheilpraktiker häufig vor einem Rätsel. Für die Behandlung der Pferde, deren Krankheitsursache unbekannt ist oder deren Behandlung der bekannten Ursache fehlschlug, und das sind fast 90% aller Pferde, werden Medikamente wie z.B. Kortison eingesetzt, die die Neuralgie noch verschlimmern, da der gestresste Körper ein Übermass an eigenem Kortison, dem Kortisol, produziert. Andere bekannte Drogen wie Phenobarbitural versprechen nur Erfolg, solange sie angewandt werden, sind zudem sehr kostspielig, abschwächend in der Wirkung, je länger sie angewandt werden und haben starke Nebenwirkungen.

Es werden verschiedene Anti-Allergene ausprobiert, da bei diesen Pferden häufig allergische Reaktionen festgestellt werden. Jedoch können solche Medikamente, wie z.B. Cyproheptadine, oder homöop. Mittel nicht die Wurzel der Krankheit behandeln, sondern nur Symptome unterdrücken. Die Eingabe von rein homöopathischen Präparaten zeigte bisher auch nur Teilerfolge, wie Besitzer berichten. Akupunktur alleine eingesetzt, nicht als unterstützende Behandlung, brachte bisher nur vorübergehenden Erfolge oder gar keine Resultate.

Ebenso sieht es bei den vielen anderen mehr oder weniger stark bekannten Behandlungsmethoden aus. Ein Satz eines belg. Tierarztes beschreibt die Behandlung sehr treffend: “Man versucht und gibt ALLES, was bekannt ist und nur ein bisschen Hoffnung verspricht.”

Und doch, es gibt einen Weg der Heilung.
Frau Annabelle Knight, eine TCM Heilpraktikerin aus England, mit eigenen erkrankten und mittlerweile HS freien Pferden, hat eine eigenständige Theorie entwickelt, die sich auf die “Hyperadaptosis” (mehr dazu nachstehend) stützt, und seit dem letzten Jahr unzählige Headshaker und Pferde mit verwandten Erkrankungen, wie zB Cushing’s Disease, erfolgreich behandelt.
Führende Wissenschaftler auf dem Gebiet des Headshaking, wie Prof. Dr. Madigan, USA und Prof. Dr. Knottenbelt unterstützen diese Theorie. Dr. Madigan unterhält zur Zeit eine klinische Studie über die Adaptogenbehandlung.


Schauen wir mal in ein Pferdeleben, wie es jeder von uns kennt, um diese Theorie verständlicher zu machen: Das Pferd an sich ist ein Beutetier, fürs Herdenleben vorgesehen, grasend und ständig auf der Hut vor Raubtieren. Es baut Stress durch Bewegung ab.
Der Mensch zwang das “domestizierte” Pferd, sein gesamtes Dasein zu ändern und anzupassen. Wir trennen es von der Mutter nach nur wenigen Monaten. Wir schliessen es für lange Perioden in einen kleinen Stall. Wenn es auf der Weide sein kann, muss es oftmals ohne Artgenossen sein.
Wir füttern synthetisch und unnatürlich, wir injizieren Chemikalien in sein System. Wir ändern abrupt seine Umgebung, seine Bezugspersonen und entfernen seine “pferdigen Freunde”. Wir legen einen Sattel auf seinen Rücken, ein Gebiss ins Maul und setzen ein raubtierähnliches Etwas auf seinen Rücken und erwarten, dass es innerhalb weniger Wochen Höchstleistungen in seinem gegebenen Potenzial vollbringen soll.


Wenn die Dinge anfangen verkehrt zu laufen, das Pferd krank wird, sein Rücken schwach, holen wir einen Fachmann, der unser Pferd mit Antibiotika, Aufbau- und auch Aufputschmitteln versorgt. Bei schlimmen Fällen/Erkrankungen bringen wir es in eine, dem Pferde unbekannte Umgebung und veranstalten alle möglichen Tests und pumpen noch mehr Chemikalien in das Pferd. Damit genug an Beispielen, welchen Stress wir diesem Tier auferlegen.

Würde ein Mensch so behandelt werden, würde sein Organismus mit einem Nervenzusammenbruch reagieren.


Gott sei Dank sind wir Menschen in der Lage, uns mitzuteilen, wenn wir unter Stress leiden.
Das Pferd ist nicht in dieser glücklichen Situation. Gerade die netten, willigen, einfach zu trainierenden Vertreter ihrer Rasse. Sie wehren sich nicht, machen alles mit, was verlangt wird, bis zu dem Zeitpunkt, wo ihr, scheinbar so starkes System zusammenbricht. Die Konsequenzen des von uns auferlegten Stresses.

Seitdem wir, Annabelle Knight und ich, mit vielen Besitzern von Headshakerpferden in aller Welt im Gespräch sind, konnten wir eine Gemeinsamkeit feststellen: alle Pferde, ohne Ausnahme, haben einen Krankheitshintergrund des entweder hochgradig akuten oder des chronischen Stresses in seinen verschiedensten Formen.
Jegliche Form des Stresses produziert dieselben physiologischen Konsequenzen. Diese Formen beinhalten umweltbedingten Stress (Hitze, Kälte, Geräusche, etc), chemischen Stress (Umweltverschmutzung, Arzneimittel, Impfstoffe, Entwurmungsmittel, etc.), physischer Stress (Überarbeitung, Trauma, Infektion, etc), psychologischer Stress (Angst, Stalländerung, Verlust des Boxen/Weidenachbarns, etc), und biochemischer Stress (Ernährungsmängel, etc).
All diese Formen des Stresses sind interaktiv und allmählich zunehmend, d.h. wenn ein Pferd unter umweltbedingtem Stress leidet, wird es bald auch unter psychischem Stress leiden, dem folgt der physische, usw.


Dieses resultiert in dem so genannten “Generellen Adaptationssyndrom”, in Fachkreisen “Hyperadaptosis” genannt, allgemein bekannt unter “Burnout-Syndrom”.

Der kanadische Arzt Dr. Hans Selye hat die Adrenalindrüsenfunktion und den Effekt des Stresses auf diese intensiv über Jahre hinweg studiert. Er prägte den Begriff GAS oder Generelles Adaptationssyndrom und definierte Stress und die drei Phasen des Stresses folgendermassen:
Stress ist ein Begriff für ein generelles Reaktionsmuster, das Tiere und Menschen als Antwort auf erhöhte Beanspruchung zeigen. Laut Selye ist ein gewisses Mass an Stress (Eustress) lebensnotwendig und ungefährlich. Langandauernder starker Stress (Distress) kann jedoch gesundheitliche Schäden vielfältiger Art verursachen.

Dr. Selye nennt drei Phasen:

  • Alarmphase: Die Adrenaldrüsen vergrössern sich und sondern grosse Mengen von adrenokortikalen Hormonen ab. Diese Hormone, 85% ist Kortisol, unterdrücken entzündungshemmende Reaktionen und mobilisieren Energiereserven. Dieses versetzt den Körper in einen Alarmzustand und leited alle biochemischen Ressourcen zur unmittelbaren Rettung des Systems um. Die Energien des körpereigenen Selbstheilungsmechanismus werden vereinnahmt, das Immunsystem wird unterdrückt, Glykogenreserven aus der Leber und den Muskelfasern werden mobilisiert, um den Blutzuckergehalt des Blutes anzuheben, Verdauung und Aufnahme von Nährstoffen werden gehemmt. Die Magenschleimhäute werden dünn, der Thymus und das Lymphgewebe schrumpfen. In dieser Phase sehen die Augen normalerweise glasig aus.
  • Phase des Widerstandes: Tritt der Tod nicht ein, versucht sich der Organismus unter Veränderung wichtiger Körperfunktionen den Stressbedingungen anzupassen. Dadurch erhöht sich seine Widerstandskraft gegen des Stressor. Diese Phase erlaubt dem Kortikosteroid den Kampf weiterzuführen, lange nachdem die Erstreaktion, “Kampf oder Flucht” abgeklungen ist. Durch chronischen Stress werden die Adrenaldrüsen überfordert und ausgelaugt; trotz alledem, es steht noch ziemlich gut mit der Gesundheit des Systems. Die Adrenalindrüsen werden sich erholen, zum Teil neu bilden und grösser werden. Jedoch werden sie weiterhin grosse Mengen von Kortisol ausschütten, welches wiederum verschiedene Reaktionen und Symptome hervorruft. Dieses kann für eine Reihe von Jahren so weitergehen, meistens unbemerkt.
  • Phase der Erschöpfung: Anpassung und Widerstand haben Grenzen. Bei dauerhafter Einwirkung der Stressoren tritt Erschöpfung von Anpassung und Widerstand ein. Die Adrenalerschöpfung tritt dann ein, wenn keine Reserven mehr vorhanden sind, die dem Stress gegenübertreten können. Das kann zu einem totalen Kollaps der Körperfunktionen, damit zum Tod, oder nur zu vereinzelten Organzerstörung führen, speziell die des Herzens und der Adrenalindrüse, und natürlich zur Schädigung des Immunsystems und der Blutbahnen. Kortisole werden nun kaum mehr produziert. Ein hohes Potassiumdefizit tritt ein, der Abbau der Glukokortikosteroide ist hochgradig, oft augenblicklich zur Unterzuckerung führend. Schäden werden irreparable, neue und schwerwiegende Krankheiten treten auf, die nicht selten zum Tode führen.
Folgendes sind einige der Symptome, die wir in den zu behandelnden Pferden beobachtet haben:
  • Nervosität
  • Extreme und irrationale Beunruhigung
  • Überhöhte Ermattungszustände
  • Heftiges Salzverlangen
  • Allergien
  • Hautprobleme
  • Hautgeschwüre und Tumore
  • Muskelschmerzen & Fibromyalgie-Syndrom
  • Gelenkschmerzen & Sensibilität
  • Überhöhter Puls- und Herzrate
  • Probleme des gesamten Verdauungsapparates
  • Starker Durst
  • Erhöhtes Wasserlassen
  • Fettansammlungen in einzelnen Muskelbereichen, Fettleibigkeit, dicker/schwammiger Mähnenkamm
  • Glasige und/oder “harte” Augen
  • Abnormal schnelle Wundheilung, jedoch mit starker “wildes Fleisch” Bildung
  • Verlust der Knochendichte/Osteoperose
  • Plötzliche Energiewallungen gefolgt von grosser Erschöpfung
  • Ungewöhnliche Sensibilität um Nüstern und Ohren
  • Und zu guter letzt, Anzeichen von starkem Kopfschmerz, entweder konstant oder attackenweise, den einige Pferde sogar durch absichtliches Anschlagen mit dem Kopf gegen feste Wände/Zaunpfähle/grosse Steine “abstreifen” wollen.
Natürlich entwickeln sich nicht alle Pferde, die unter diesem “Burnout-Syndrom leiden, zu Headshakern. Häufig werden solche Tiere am Cushing’s Disease leiden.

Wie können wir unseren Pferden helfen, wenn doch die bekannten Methoden versagen oder nur Teilerfolge bringen?


Die Behandlung, die diese Neuralgie bekämpfen kann, ist eine Kombination aus pflanzlichen Adaptogen und der Alge Pyrenoidosa.


Was in aller Welt ist nun ein Adaptogen?
Eigentlich erklärt das Wort sich selber: ein Adaptogen [lateinisch adaptre = adaptieren, angleichen, anpassen, bearbeiten, sich anpassen, sich angleichen] ist eine Substanz, die dem Körper hilft, sich anzupassen, speziell dann, wenn Stress der Auslöser einer Krankheit ist. Adaptogene haben Einfluss auf das gesamte Immunsystem.

Der Begriff "Adaptogen" wurde Mitte des 20 Jahrhunderts von dem russischen Wissenschaftler Nicolai Lazarev geprägt. Er war davon überzeugt, dass einige Pflanzen Bestandteile enthielten, welche dem Körper helfen könnten, die natürliche Stress-Bereitschaft zu erhöhen. Sein Nachkomme, Isräl I. Brekhman, war der erste Wissenschaftler, der eine tiefer greifende Forschung dieser Hypothese begann.

In den Laboren der sibirischen Wälder Ost-Russlands arbeitend, entdeckte  Dr. Brekhman, dass einige seltene Kräuter, die schon seit Jahrhunderten von Einwohnern dieses abgeschiedenen Landes wegen ihrer heilenden, unterstützenden and kräftigten Eigenschaften genutzt wurden, tatsächlich diese Eigenschaften besassen und bewies es in klinischen Studien.    


Mit dem Namen "Vater der Adaptogene" für seine Pionierarbeit versehen, erstellte Dr. Brekhman Tausende von Studien, um diese Eigenschaften zu messen und bis ins Detail aufzustellen. 


Es gibt verschiedene Adaptogenmixturen, die man kaufen kann, jedoch ist die Symptomatik von Pferd zu Pferd so unterschiedlich, dass wir davon abraten. Jedes Pferd sollte nach seinem spezifischem Krankheitsbild behandelt werden und jeweils andere Adaptogene können so gezielt eingesetzt werden. Man kann jedoch das Immunsystem im Allgemeinen mit solchen fertigen Zusatzmitteln stärken.


Nochmals: es gibt keine fertige Mixtur, die das Headshaking kuriert!! Sollte Ihnen dieses von jemandem angeboten werden, lächeln Sie höflich und schreiten Sie von dannen.


Ich selber habe im letzten Jahr mein eigenes Pferd, das nach stumpfer Kopfverletzung mit dem HS begann und als unheilbar eingestuft wurde, (“schläfern Sie ihn besser ein, dass wäre humaner. Den kriegen Sie nie wieder hin”) mit Erfolg behandelt, sowie sechs weiteren Pferden zum “normalen” Leben zurück verholfen, 4 davon gehen wieder unter normaler Arbeitsbelastung. Alle behandelten Pferde litten unter den unterschiedlichen Typen der Neuralgie: photisch, idiopathisch und seasonales HS.

Leider ist die Behandlung mit verschiedenen Heilpflanzen/Adaptogenen keine Zauberformel, die durch tgl. Fütterung die Krankheit im ‘Nichts’ verschwinden lässt. Die Behandlung erfordert SEHR VIEL Geduld und Disziplin vom Besitzer, jedoch ist es vielversprechender und weniger kostspielig als die bekannten Methoden. Aber die Chinesische Heilkunde verspricht Heilung der Neuralgie und nicht Unterdrückung der Symptome.

Wir müssen uns klar machen, dass Stress eine Hauptrolle spielt, also müssen wir jeglichen Stress entfernen; dem Pferd sollte eine möglichst naturnahe Haltung erlaubt werden, zumindest bis zu dem Zeitpunkt, bis seine Adrenalindrüse wieder normal funktioniert und es alle “Belastungen” ohne Rückfälle tragen kann.
Machtrangeleien und sonstigen Weideproblemen sollte das erkrankte Pferd nicht ausgesetzt werden.
Sein Futter sollte auf frei zugängliches, gutes Heu reduziert werden. Wenn Kraftfutter, dann möglichst nur Hafer, denn Bestandteile in den Futtermischungen können ein Auslöser sein. Mineralienzufütterung muss abgesetzt werden.

Jedoch, physische Kondition ist ebenso wichtig für die adrenale Gesundheit und sollte, sobald als möglich dem Pferd erlaubt werden: ein langsam aufbauendes “Fitnessprogramm” dann beginnen, wenn das Pferd symptomfrei ist. Ich nenne es “laufen lernen”, und so ähnlich ist es auch. Erst führen wir die Pferde nur mit Halfter im Schritt herum, wenn nach ein paar Tagen, das Pferd HS frei bleibend, legen wir eine Decke anstelle des Sattels auf. Nach weiteren Tagen, Decke wieder runter, an der Hand traben, usw.

Das obige mag sich vergnüglich lesen, aber soweit uns bekannt ist, ist noch kein Pferd geheilt worden, dass während der Behandlung “normal” gearbeitet wurde.
Auf keinen Fall, darf das Tier während des Genesens und des Aufbaus “gearbeitet” werden, wenn es noch oder wieder Symptome zeigt. Mehr oder minder starke Rückfälle sind an der Tagesordnung, speziell dann, wenn sich andere Krankheitsbilder hervortun, was ganz normal ist, wie z.B. Hufprobleme, starker Husten, plötzliche Lichtempfindlichkeit usw. Sofort müssen alle “Übungen” wieder eingestellt und die Ursache behandelt werden, erst dann beginnen wir wieder von vorne mit unserem “laufen lernen”

Des weiteren sollten alle chem. Medikamente abgesetzt werden, dass Tier nicht geimpft oder entwurmt werden, wenn es sich vermeiden lässt. Antibiotika nur in Ausnahmefällen, danach sollte ein weiteres natürliches Heilmittel verstärkt gegeben werden, dass die Leber wieder entgiftet, wie zum Beispiel die Alge Pyrenoidosa, allgemein als Chlorella bekannt.

Chlorella schützt die Leber
Mehre Experimente haben gezeigt und nachgewiesen, dass Chlorella einen Leber schützenden Effekt stimuliert, wie es durch seine Widerstandskraft gegenüber hochgradigen Giftstoffen, wie z.B. Ethionin, zeigt. In einer deutschen Studie wurde nachgewiesen, dass Chlorella die Leber durch Mangelernährung hochgradig geschädigt, wieder aufbaut. Chlorella senkt Blutfettwerte, insbesondere Triglyzeride und Cholesterin.
Neben den Adaptogenen füttern wir Chlorella in einer bestimmten Tagesmenge zum generellen Entgiften des Organismus.

Ein einzelnes homöopathischer Mittel hat sich in meiner Praxis als ausgezeichnete “Erste Hilfe” Arznei gegen den Kopfschmerz erwiesen, ich “entdeckte” es durch Zufall, Colocynthis Homaccord der Fa. Heel, Baden-Baden. Es unterdrückt den Schmerz und die HS Symptome vermindern sich gewaltig oder hören ganz auf. Wir wenden es mittlerweile bei fast allen Pferden an, somit entfernen wir erst einmal einen der Hauptstressoren, den Schmerz. Zahlreiche Pferdebeispiele existieren mittlerweile auch in Deutschland, die durch dieses Mittel erst einmal “aufatmen” können. Colocynthis Homaccord beeinflusst die Adaptogenbehandlung in keinem Fall. Weitere Auskünfte kann die Firma Heel geben. Der Ansprechpartner ist Dr. Reinhart, Leiter der tiermed. Abteilung. Der Reinhard erhielt meine Erfahrungswerte, die ich in den vergangenen 12 Monate aufstellen konnte.

Wie lange braucht es, bis das Pferd geheilt ist?
Der erste Behandlungerfolg tritt von Fall zu Fall mit unterschiedlichem Tempo ein, bedingt von der Stärke und Länge des Stresseinflusses, unter dem das Pferd litt. Auch von den Umweltbedingungen und der Passion des Besitzers, mit dem er das Pferd pflegt, ist die Dauer der Behandlung abhängig.


Gesetz den Fall, das Pferd wird optimal gepflegt, hat ein soweit wie möglich stressfreies Leben, können erste Erfolge nach ca. 3 Wochen auftreten.


Man kann es schon an folgendem erkennen:

  1. Das Pferd ist weniger angespannt und schreckhaft
  2. Die Box ist sauberer
  3. Geringere Wasseraufnahme
  4. Haut und Kopf werden weniger empfindlich für Berührung
  5. Der Augenausdruck wirkt “weicher” und entspannter
Wir raten, ein Tagebuch mit Notizen über jegliche Veränderung zu führen. Nach weiteren 3 bis 6 Wochen sollten die obigen Veränderungen offensichtlicher werden.

Sollte das Pferd in den ersten Wochen starke Ermüdungserscheinungen zeigen, ist es ein Beweis dafür, dass die Heilkräuter wirken, der Organismus kommt zur Ruhe, er regeneriert sich. Es kann aber auch der Fall sein, dass das einzelne Pferd extra Kräuter benötigt, um mit dieser Erschöpfung besser umgehen zu können.

Das eigentliche Headshaking reduziert sich nach ca. 6 bis 9 Wochen Behandlung. Manche Pferde haben in den ersten Wochen jedoch nur wenig Anzeichen der Heilung gezeigt, eine erneute Beurteilung der ursprünglichen oder evtl. veränderten Symptome und daraufhin erneute Kräuterabstimmung verhalfen auch diesen zur Heilung.

Dieses Frühjahr stellten wir fest, dass viele Pferde, die bereits HS frei waren, mehr oder weniger starke, jedoch kurzfristige Rückfälle erlitten. Wir führen dieses auf verstärkte Belastung der Adrenalindrüse zurück, bedingt durch Fellwechsel, Hormonschübe, etc.

Ob nach Heilung die Pferde wieder voll einsetzbar sind und ihre vorhergehenden Leistungen wieder erbringen werden, können wir noch nicht beurteilen. Wir nehmen an, dass es wiederum von der Dauer und Stärke der Erkrankung abhängig ist.

Der Leser und Pferdebesitzer, der mehr erfahren möchte, kann unsere Websites besuchen oder sich unseren Selbsthilfegruppen im Internet anschliessen, unter folgenden URLs:
Deutsche Sprache: http://de.groups.yahoo.com/group/HeadShaker_Deutschland/
Englische Sprache: http://groups.yahoo.com/group/headshaking_adaptogen/


Websites:
Frau Knight: http://www.tcmequine.com
Meine Website: http://www.equineww.com/hs/de/index.html in deutscher Sprache und http://www.equineww.com/hs/hs_index.html in englischer Sprache

Der online Beratungsservice ist selbstverständlich kostenlos, die benötigten Kräuter können über verschiedene Bezugsquellen, wie z.B. TCM Apotheken, bezogen werden.

Das Urheberrecht dieses Artikels liegt bei mir und bei Frau Annabelle Knight, UK, als Berater. Dieser Artikel wird allen Interessenten nach Absprache mit mir kostenlos zur Verfügung gestellt, die Druckrechte sind nicht verkäuflich.


Dr. Chistina I. F. Vanstraelen
Sport Psychologe
Wiekevorst, Belgien – Tulln, Österreich


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