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 Österreichische Pferdefreunde mit der Martin Kreuzer Academy in Andalusien unterwegs


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Andalusien - Hacienda Buena Suerte 18. bis 25. April 2005
Unter dem Ausdruck „Magie der Kommunikation“ können sich die Meisten von uns wohl noch nicht viel vorstellen und genau das war der Ausgangspunkt dieser Reise für mich: Ich konnte mir nicht viel darunter vorstellen, kannte den Großteil der anderen Teilnehmer nicht und war als Nichtreiterin auch inhaltlich völlig uninformiert. Ich dachte mir, ich lasse mich überraschen und überrascht wurde ich auch:
Die Hacienda Buena Suerte der Familie Dysli
Nach einer vierstündigen Anreise kamen wir am späten Nachmittag in Sevilla an, von wo aus wir mit dem Bus weiter zur Hacienda fuhren. Schon während dieser Fahrt hat mich die Schönheit der Landschaft verzaubert: stellen Sie sich grüne Hügel, Korn- und Blumenfelder vor und zwar soweit das Auge reicht, überzogen von Olivenbäumen und niedrigem Gesträuch, fast so ein wenig toskanisch.
Die Hacienda befindet sich irgendwo inmitten dieses Hügelmeeres. Durch ein weißes Tor fährt man eine von Olivenbäumen gesäumte Schotterstraße entlang, bis man die Hacienda erreicht. Im großen und ganzen besteht sie aus einem Hauptgebäude mit den Zimmern für die Gäste und den Stallungen; rundherum befinden sich außerdem ein Swimmingpool, eine große Gartenlaube, ein Reitplatz, 2 Round Pens und die Koppeln für die Pferde. Die Anlage ist sehr weitläufig und man findet jederzeit ein ruhiges Plätzchen zum Entspannen. Die Zimmer sind ausgesprochen komfortabel und gepflegt. Die Verpflegung war (für meine Begriffe) ausgezeichnet. Im Preis inkludiert waren Frühstück – Kaffee, Tee, Orangensaft, Marmelade, Honig, Seranoschinken, Salami, 2 Sorten Käse,… - und Abendessen (1 Hauptgericht mit Salat und Nachtisch), für einen Aufpreis von € 15,- gab es auch Mittagessen, was ich auf jeden Fall wieder dazunehmen würde, weil es einfach so gut schmeckt. Gekocht wurden nämlich spanische Spezialitäten…
Kommunikation mit dem Pferd
Unter der Leitung von Martin Kreuzer und seiner Assistentin Alexandra Koplin wurden die Teilnehmer in der Kommunikation mit dem Pferd unterwiesen.
Es geht im Grunde darum, mit dem Pferd eine Partnerschaft einzugehen, bei der der Mensch für das Pferd Führer sein soll. Dies setzt aber voraus, dass das Pferd einen als verantwortliche „Leitstute“ akzeptiert und dazu braucht man die Kommunikationsmittel des Pferdes.
Am ersten Tag bekamen wir von Martin theoretischen Input und eine Kommunikations - Vorführung. Dann wurden die Teilnehmer in eine Anfänger- und eine Fortgeschrittenengruppe unterteilt, wobei die Anfänger von Alex und die Fortgeschrittenen von Martin betreut wurden.
Zuerst galt es die verschiedenen Gesten in der Kommunikation mit dem Pferd zu erlernen, also richtige Körperhaltung, der Blick und die Bewegung. Dies stellte sich im Vergleich zum richtigen Umgang mit der Longe als wahrhaft einfach heraus. Grundsätzlich war aber für jede Übung so viel Zeit eingeräumt, dass auch die Langsameren (also ich) gut mitkamen. Nachdem wir also am ersten Tag noch in Trockenübung selber und ohne Pferd durch das Round Pen gallopiert sind, ging es schon am zweiten Tag mit der Arbeit mit dem Pferd weiter. Schritt für Schritt brachte uns Alex die Orientierung mit dem Pferd bei. Da wir eine verhältnismäßig kleine Gruppe waren, konnte sich Alex auch gut um jeden Einzelnen kümmern. In der weiteren Folge erlernten wir über Richtung und Geschwindigkeit des Pferdes zu bestimmen und mit unserer Energie richtig umzugehen. Nun zeigten sich auch die ersten richtigen Erfolge, wenn sich die Pferde einem dann tatsächlich, wie es ja sein sollte, freiwillig und gerne anschlossen. Dies war für alle immer wieder ein sehr bewegender Moment. Am letzten Tag des Kurses hat dann jeder Teilnehmer eine Kommunikation ganz allein mit dem Pferd (seiner Wahl!) durchgeführt. Es war für jeden einzelnen ein voller Erfolg, jedes Pferd hat sich vertrauensvoll dem Menschen angeschlossen. Sehr bewegend und wunderschön!
Kommunikation mit dem Menschen
Als quasi entspannendes Kontrastprogramm zur Kommunikation mit dem Pferd standen die Einheiten mit Petra, in denen es primär um die Kommunikation Mensch zu Mensch ging. Entspannend deshalb, weil wir unsere Sprache ja nicht erst neu lernen müssen. Es ging vielmehr darum, die eigene/fremde Kommunikation besser wahrnehmen und entsprechend flexibel darauf reagieren zu können. Mit verschiedenen Methoden des NLP (Neurolinguistisches Programmieren) verdeutlichte uns Petra auf meist spielerische und sehr unterhaltsame Weise, wie viel erfolgreicher man sein kann, wenn man „richtig“ kommuniziert. Wir besprachen dabei die unterschiedlichen Repräsentationskanäle (Augen, Ohren, Geschmack, Gefühl), wie man sie erkennt und darauf reagiert. Wir lernten außerdem die Kraft der Gedanken kennen und Methoden, wie man sich auf herausfordernde Situationen positiv einstellen kann.
Freizeit
Nach getaner „Arbeit“ gab es auch genügend Gelegenheit, sich zu entspannen, faul zu sein oder aber auch reiten zu gehen. Diese Möglichkeit nahmen auch alle Teilnehmer (sogar ich) wahr. Freundlicherweise hat man extra für uns den Salzwasserpool eingelassen. Man konnte außerdem schöne Spaziergänge in der näheren Umgebung machen. An einem Abend war sogar eine spanische Musikgruppe, die uns mit Flamencoklängen verwöhnte.
Für mich war diese Woche eine wunderbare Erholung von der Realität. Man hatte wirklich Zeit, sich einmal eingehend mit sich und seiner engsten Umwelt zu beschäftigen, ohne von den Mühen des Alltags und irgendwelchen unnötigen Einflüssen (TV, Telefon, Arbeit, etc.) abgelenkt zu sein. Ich habe in dieser Woche viel gelernt und zwar über mich selber. Man ahnt ja gar nicht, welche Fähigkeiten in einem stecken… bis ein Pferd kommt und sie einem zeigt :-)!
Nächster Termin für diesen Wochenkurs ist 10. bis 17. Oktober 2005!
Informationen im Internet ersichtlich!